Viel Spaß beim stöbern!!!!!!!
Übernehme keine Haftung für Schäden, dieses sind nur meine Erfahrungen in der Haltung!

Die Hornotter

Beschreibung
Die Hornotter ist eine von mehreren Vipernarten in Europa. Diese Schlange wird bis zu 110cm lang, für europäische Verhältnisse eine relativ große Schlange. Bei dieser Gattung werden die Männchen größer als die Weibchen. Die Durchschnittsgröße liegt meistens bei 70 - 80cm. Diese Tiere haben einen kräftigen Körperbau, wobei sich der Kopf deutlich vom Körper absetzt und einen kurzen Schwanz. Die Färbung variiert von gelblich-beige über braun bis grau-dunkelgrau/schwarz, mit einem schwarzen Zickzack- oder Rautenband auf dem Rücken.

Verhalten
Diese Vipernart ist nicht sehr angriffslustig. Bei Bedrohung versucht sie erst zu flüchten, wie z.B. bei arbeiten vor dem Terrarium, aber sie gewöhnen sich relativ schnell daran und bleiben liegen. Wenn die Flucht nicht den erwünschten Effekt zeigt, versucht sie mit zischenden und fauchenden Geräuschen auf sich aufmerksam zu machen oder die Gefahr zu verjagen. Als letzte Instanz bleibt nur der Angriff mit oder ohne Gift.
Ohne Gift = trockener Biss Mit Gift = Giftbiss
Verbreitung und Lebensraum
Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Nord-Italien, Süd-Österreich über Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Rumänien, Bulgarien und Kleinasien bis ins Kaukasus-Gebiet.Sie lebt in trockenen, steinigen Buschland und lichten Wäldern. Besonders häufig ist sie an trockenen, sonnigen Felshängen und auf Steinmauern zu beobachten.

Fortpflanzung und Winterruhe
Wie alle europäischen Vipern, ist auch die Hornotter ovovivipar (lebend gebärend). Sie bekommen im Frühjahr bis zu 20 Jungschlangen. Je nach Verbreitung kann die Winterruhe bis zu 6 Monate andauern, in freier Wildbahn halten diese Tiere den Winterschlaf in einer Höhle oder Felsspalte. In so einer Höhle überdauern meistens mehrere Tiere diese Phase, es wurden schon 1100 Exemplare in so einer Höhle gefunden.

Nahrung
Hornottern sind nicht sehr wählerisch was dieses Thema angeht, sie fressen hauptsächlich Mäuse, andere Kleinsäuger, seltener Vögel, Eidechsen, Insekten, Amphibien. Die Beutetiere werden mit dem Giftbiss erlegt, dieses geschieht relativ schnell. Nach einem solchen Biss wartet die Schlange kurz ab, bis das Gift wirkt und dann wird das Beutetier verfolgt.

Giftigkeit
Unter den europäischen Vipern hat die Europäische Hornotter eines der stärksten Gifte. Es besteht zum einen aus Gewebezerstörenden Substanzen, die zu Nekrosen (örtlicher Gewebstod) führen, zum anderen aus Nervengiften, die Lähmungen hervorrufen können. Todesfälle nach Vipernbissen kommen vor allem bei Kindern oder geschwächten Personen vor. Die Giftzähne sind bis zu einem 1cm lang. Der Biss ist nicht sehr schmerzhaft und meist blutend. Häufig kann es starken Blutungen an Unterhautgeweben- und inneren Organen kommen. Dazu treten Herzklopfen, Kopfschmerzen, Schwäche- und Schwindelgefühl, Erbrechen und Bauchkoliken auf, nicht selten auch Kreislaufzusammenbrüche. Gelangt Gift in die Blutbahn, folgt der Tod durch Hirnödem oder Atemlähmung. Bei rechtzeitiger Injektion eines Antiserums klingen die Symptome bald ab.

Gesetzlicher Schutz
• Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFFH-RL): Anhang IV (streng geschützt)
• Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV): besonders geschützt
Wie alle europäischen Schlangenarten ist die Europäische Hornotter im Anhang II der Berner Konvention (Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume) und genießt dadurch innerhalb der Europäischen Union strengen Schutz. Die Tiere dürfen weder getötet noch gefangen werden, Halter dieser Schlangenart müssen entsprechende Herkunfts- und Nachzuchtsbestätigungen vorlegen.


Haltung im Terrarium
Das Terrarium sollte eine Mindestbreite von 100cm, eine Tiefe von 50cm haben, die Höhe ist nicht unbedingt wichtig, da sie Bodenbewohner sind und daher nicht so viel klettern. Wie sie es einrichten können sie dem vorhergehenden Text entnehmen.

Temperatur
Die Raumtemperatur sollte zwischen 20°C und 25°C liegen, Lokal bis 30°C im Hochsommer auch mal bis 40°C, aber nicht dauerhaft. Nachts können die Temperaturen auf 14°C – 18°C fallen. Sie sind auch für die Freilandhaltung geeignet, allerdings muss es Winter einen frostfreien Platz geben, sonst sterben die Tiere.


1. Auge Die Pupillen sind senkrecht schlitzförmig.
2. Grubenorgan Wärmesensor (unterschiede 0,003°C wahrnehmbar)
3. arttypisches Horn Rundum mit kleinen Schuppen bedeckte Horn an der Schnauze
4. Unterkiefer Schlangen können kleinste Vibrationen über den Unterkiefer wahrnehmen


Der Leopardgecko

Die Anschaffung
Bevor man sich Leopardgeckos kauft sollte man sich umfangreich informieren. Es gibt sehr gute Bücher und im Internet ist auch viel Information über die Geckos zu finden. Ihr solltet euch trotzdem vor dem Kauf einige Fragen stellen. Habe ich platz für ein Terrarium das groß genug ist. Bin ich bereit mich bis zu 25 Jahre um meine Tiere zu kümmern? Bekomme ich immer genügend Futter für die Geckos? Wer kümmert sich um die Geckos wenn ich in Urlaub bin? u.s.w.

Wo bekomme ich Leopardgeckos
Leopardgeckos bekommt man in Zoofachgeschäften von privaten Züchtern und auf Reptilienbörsen. Der gang zum Privatzüchter ist jedenfalls der Beste, ich kann mich vor Ort von den Haltungsbedienungen überzeugen und mir meine Geckos selber aussuchen und mich vom Züchter auch noch mal beraten lassen und noch ungeklärte Fragen stellen. Dann kommt der Weg zum Zoofachgeschäft aber Vorsicht es gibt auch schwarze Schafe. Schaut euch ruhig ein paar Geschäfte an und lasst euch beraten. Macht euch ein Bild vom Geschäft bezüglich Sauberkeit und Ordnung auch die Terrarien sollten gepflegt sein. Auf Reptilienbörsen ist es genau so wie beim Zoofachhandel, schaut euch die Person an und die art der Präsentation der Tiere. Die nächste Frage kaufe ich eine Nachzucht oder einen Wildfang ist schnell beantwortet, ihr solltet immer Nachzuchten kaufen. Und last nicht den Preis entscheiden billig ist nicht immer gut.

Nahrung
Leopardgeckos sind nicht wählerisch im Futter, Heimchen, Grillen Wachsmaden, Mehlwürmer, Heuschrecken und einige fressen sogar Babymäuse. Es gibt verschiedene Arten an das Futter zu kommen wenn ihr einen Zoofachhändler in der nähe habt, könnt ihr dorthin gehen es gibt aber auch viele Anbieter im Internet wo ihr euer Futter bestellen könnt und meist gibt es wenn ihr ein Futterabo abschließt, noch Rabatt. Futtertiere sollten immer vor dem verfüttern mit Vitaminen bestäubt werden. Und es sollten immer nur so viele Futtertiere ins Terrarium gegeben werden das die Geckos sie in kurzer Zeit alle fressen. Auch eine Fresspause von zwei Tagen sollte zwischendurch mal eingelegt werden.

Das Terrarium
Ob Glas oder Holz ist egal. Das Becken für eine Gruppe von 1.3 sollte die Maße 120cm x 60 cm x 60cm nicht unterschreiten. Da der Leopardgecko ein nachtaktiver Pflegling ist kann auf eine UV Lampe verzichtet werden. Es sollte eine Temperatur von 28°C im Terrarium sein mit lokalen Aufwärmmöglichkeiten von bis zu 40°C z.B. unter einem Wärmespott. Und es sollte auch kühlere Stellen geben die Temperaturen von 23°C aufweisen z.B. in einer feuchten Höhle. Der Bodengrund sollte ein Gemisch aus Sand und Lehm sein, in dem die Tiere gut graben können. Die Beleuchtung sollte einen Tag/Nachtrhythmus von 12st/12st haben. Die Einrichtung kann frei gewählt werden es sollten pro Tier mind. eine Versteckmöglichkeit geben. Ein paar Äste zum klettern sind auch gut und die Rückwand kann aus verschiedenen Materealien gefertigt werden. Mit Presskorkplatten oder mit Epoxydharz und Styropor je nach Geschmack des Betrachters. Es muss unbedingt darauf geachtet werden das alle Dekoartikel fest eingebaut sind und die Leopardgeckos nicht erschlagen werden können auch Sachen die untergraben werden können sind entsprechend zu sichern.

Zucht
Die Zucht von Leopardgeckos stellt kein Problem dar wobei ich das Wort Zucht in der Privaten Haltung für nicht angebracht halte. Wenn jemand eine Gruppe von 1.3 hat und bekommt im Jahr 10 Nachzuchten ist das Wort Zucht nicht das richtige. Zucht beginnt für mich ab einer Nachzuchten Anzahl so um die 30-40stück, ich selber hatte im Jahr 2007, 63 Nachzuchten. Aber lassen wir das und kommen zurück zum Thema. Für die Zucht ist es wichtig dass sie Männchen und Weibchen haben. Die Zeit der Paarungen beginnt im Frühjahr, März-April nach erfolgreichen Paarung legt ein Weibchen nach ca. drei Wochen 1-3 Eier ab im schnitt sind es 2 Eier pro Gelege. Dafür sollte den Weibchen eine so genante Legebox geboten werden wo sie in ruhe ihre einer absetzen kann. Hier für eignen sich alle Gefäße die die groß genug sind das ein Weibchen graben kann und dunkel sollte es auch sein. Ich benutze dafür große BraPlast-Dosen die ich zuvor mit schwarzem oder dunkelbraunem Lack von außen bemale, den Deckel verschließe ich komplett und mache nur in den Deckel ein Loch das ein Leopardgeckoweibchen gut durch kommt ca.5cm Durchmesser den Deckel lackiere ich ebenfalls, aber streue wenn der Lack noch nass ist Sand darauf (wegen der Optik) dann vergrabe ich die Dose bis zum Rand. Das Substrat in der Dose besteht bei mir aus einer Sand und Humus Mischung die immer feucht gehalten wird. Die Dose wird 3/4 mit der Mischung befüllt.

Inkubation der Eier
Für das ausbrüten der Eier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es gibt im Handel verschiedene Brutgeräte zu kaufen oder man baut sich selber einen Inkubator ich benutze den FP 400 von der Firma Bruya. Kosten hierfür ca. 100€ als Brutsubstrat benutze ich Vermiculite man kann auch ein Gemisch aus Sand und Humus nehmen was ich aber für die schlechtere Variante halte. Das Brutsubstrat sollte immer feucht sein aber nicht nass. Die Bruttemperatur sollte zwischen 26°C und 32°C sein wobei es bei den Temperaturen die über 30°C sind auch schnell zum absterben der Eier kommen kann. Auch die Geschlechter kann man gezielt ausbrüten. Alles eine frage der Temperatur bei 26°C bis 27°C bekommt man zu 99% nur Weibchen bei 28!C bis 30°C bekommt man eine gute Mischung der Geschlechter und ab 30°C bekommt man fast nur Männer und zwischen 31°C und 32°C spricht man auch von heiß gezeitigten Tieren die zeit des Brütens ist zwar kürzer aber die Weibchen die bei den Temperaturen schlüpfen sind vom verhalten wie Männer und die Zucht mit ihnen ist fast nicht möglich da sie sich oft versuchen mit Weibchen zu paaren und Männchen fast nie an sich ran lassen. Ich ziehe Temperaturen von 26°C bis 28°C Vor und brüte ausschließlich in dem Temperaturbereich.

Aufzucht der Jungtiere
Die frisch geschlüpften Geckos halte ich einzeln oder in Gruppen mit max. 5 Tieren. Für eine Gruppe von 5 Tieren benutze ich ein Aufzuchtterrarium 40x40x30 LBH als Bodengrund eignet sich das gute alte Küchenpapier. Die Einrichtung dagegen ist einfach gehalten mit ein paar Versteckmöglichkeiten und einer Wasserschale, Kletteräste bekommen sie erst im alter von einem Monat ins Terrarium. Auch bei den kleinen gibt es warme Stellen im Becken und auch kühlere Stellen ich halte die kleinen ein wenig feuchter als die großen und auch die höchst Temperatur ist geringer und befindet sich zwischen 33°c und 25°c. Gefüttert werden sie mit kleinen Heimchen und kleinen Wachsmaden die vor dem verfüttern mit Vitaminen bestäubt werden. Bei mir fraßen die Kleinen die ersten 5 tage fast gar nicht aber ab dem fünften Tag entwickelten sie einen gesunden Appetit. Und nach ca.3 Monaten sind sie dann bereit zur Abgabe.

Vergesellschaftung von Leopardgeckos
Da Leopardgeckos sehr territorial sind. Und meistens geht eine Vergesellschaftung nicht gut. Ich habe Leopardgeckos mit Halsbandleguanen zusammengesetzt und es ging über Jahre gut. Die Gruppen bestanden aus 1.3 Leopardgeckos und 1.2 Halsbandleguanen und ich hielt sie in einem Terrarium mit den maßen 120 X 60 X 60cm LBH. Ich habe die Gruppe als Jungtiere zusammengesetzt und war erst auch skeptisch. Ich habe von allen Tieren befruchtete Gelege gehabt die ich auch erfolgreich inkubierte. Diese Gruppe ist aber nicht mehr in meinem besitz ich werde mir aber bestimmt in den nächsten Jahren wieder Halsbandleguane zulegen. Aber es ist nicht immer so dass sich die genannten zwei arten so gut vertragen. Es kann auch in die Hose gehen. Ihr könnt es gerne versuchen aber ich übernehme keine Garantie dass es klappt.

Die Kaiser / Königsboa

Zum Tier
Die Königsboa (Boa constrictor constrictor) gehört zu den mittel bis großen Riesenschlangen. Mit einer Größe von durchschnittlich 230cm und einem Gewicht von etwa 8 Kilogramm durchschnittlich, ihre Färbung ist von hellgrau bis dunkelgrau mit bräunlicher bis schwarzer Rückenmusterung und richtige Königsboas haben einen zum teil leuchtend roten Schwanz. Die Familie der Boas umfasst insgesamt 11 Unterarten, wobei die Boa c. constrictor und Boa constrictor occidentalis die größten sind. Boas sind recht ruhig im Umgang, haben aber des Öfteren Phasen wo man sie gar nicht heraus nehmen kann. Alle Boas sind Nachweispflichtig bis auf die Argentinische Boa(Boa c. occidentalis), Südliche und Nördlich Madagaskarboa (Acrantophis ssp.) die sind noch Anmeldepflichtig. Die Art Boa ist in vielen Teilen des Süd und Mittelamerikanischen Raum verteilt, je nach Verbreitungsgebiet variieren die Zeichnung und Färbung. Herkunftsnachweis zum Ausdrucken als PDF-Datei

Wichtige Fragen zur Anschaffung
Kann ich dem Tier den nötigen Platz bieten?
Bekomme ich immer genügend Futter?
Wer kümmert sich im Urlaub um die Tiere?
Kann ich mich damit auseinander setzen lebende und tote Futtertiere zu verfüttern?


Das Terrarium
Das Terrarium sollte den Schlangen angepasst werden, dieses bedeutet für die Aufzucht von Jungschlangen reicht ein Terrarium von den Maßen 100cm x 50cm x 50cm (BxTxH). Sobald die Boas größer werden sollte man ein dem entsprechendes Terrarium wählen, mit den Maßen 150cm x 60cm x 70cm (BxTxH). Das Terrarium sollte mit einigen Kletterästen ausgestattet sein, die verschiedene Stärken haben. Als Gehölz eignen sich alle Harthölzer von Obstbäumen, Korkeichen und Weinreben. Zur Bepflanzung sollte man sich einige Gedanken machen, ob man Echtpflanzen oder sich für Kunstpflanzen entscheidet. Nur eins vorne weg, Echtpflanzen werden in der Regel von den Schlangen zerstört. Als Bodengrund eignet sich Humus, Rindenhack aller art, Buchenhack und Waldboden. Die Bodenfläche sollte eine Höhe von 5-10cm haben und mäßig feucht gehalten werden- nicht nass. Dazu sollten eine oder mehrere Versteckmöglichkeiten eingebracht werden, damit kann sich die Schlange ihren Unterschlupf immer selber aussuchen. Die Wasserschale darf natürlich auch nicht fehlen sie sollte so groß gewählt sein, dass die Tiere problemlos darin baden können. Das Wasser sollte eine Temperatur von etwa 26°C haben, damit sich die Tiere nicht erkälten. Zusätzlich stellt sich die Frage ob man sein Terrarium aus Holz selber baut oder sich ein Terrarium aus Glas kauft. Wir empfehlen zu Holz, es spart deutlich an Energie denn man benötigt nicht mehr so starke Lampen, aber es ist aufwendiger zu reinigen. Entscheidet es selber!

Nahrung
Boas fressen Kleinsäuger und Vögel, wobei man in der Terraristik eher auf Futterratten und Mäuse zurückgreift. Junge Boas füttert man 1-mal pro Woche mit einer Maus, sobald die Tiere etwas größer sind bekommen sie 2 Mäuse alle 7-10 Tage. Dabei ist darauf zu achten, dass die Futtertiere regelmäßig gewechselt werden z.B. 2x Mäuse, 2x Ratten oder 2x Gerbils (Wüstenrennmäuse). Dieses geht natürlich nur wenn eine gut sortierte Zoohandlung vorhanden ist, nicht billig ist immer das Beste, sondern Ratten und Gerbils haben mehr Vitamine als Mäuse, sind aber im Preis höher. Ein Vitaminpräparat sollte zusätzlich alle 3 Wochen gegeben werden, denn die Futtertiere beinhalten nicht alle wichtigen Vitamine.
Die Vitaminpräparate gibt es in Flüssiger und Pulverform, hierfür eignen sich die Flüssigen bedeutend besser als die Pulverförmigen. Die Flüssigvitamine werden einfach über eine Spritze in die abgetöteten Futtertiere gespritzt und verfüttert. Das Pulver kann man nur auf das Futtertier geben, aber die Schlangen verweigern dann oftmals dieses Futter trotz Hunger. Große Boas bekommen Ratten, Meerschweinchen u.s.w. Denn mit Mäusen bekommt man sie nicht mehr satt und man bezahlt sich nur dumm und dämlich, also muss man größeres Futter nehmen, denn große Ratten und mittelgroße Meerschweinchen sind das perfekte Futter.


Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Die Raumtemperatur für Boas sollte zwischen 25°C – 28°C liegen, die natürlich je nach Verbreitung variiert. Unter der Wärmelampe sollen um die 34°C herrschen aber auch nicht wirklich überschreiten. Ich weiß dass es in den Sommermonaten oftmals schwer ist die Temperatur zu verringern, aber dieser Prozess ist völlig normal. Die Temperatur in der Winterzeit sollte auf 23°C – 26°C abgesenkt und unter der Wärmelampe herrschen nur noch etwa 29°C bis 31°C, dieses simuliert die Winterzeit in Südamerika. Nachts sollte die Temperatur das ganze Jahr über nicht unter 18°C fallen. Denn Boas bekommen schnell Lungenentzündung und andere Krankheiten. Die Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 60 und 85%, sie steigt natürlich in der Nacht an weil dann die Lampen keine Feuchtigkeit mehr verbrennen, häufig liegt sie dann bei 90-100%. In der Winterzeit sollte die Tagesluftfeuchtigkeit um die 85% liegen, denn in Südamerika ist die Winterzeit kühler und feuchter als im Sommer. Zur Abhilfe gegen hohe Raumfeuchtigkeit hilft eine Feuchtbox die mäßig feucht gehalten wird.

Zucht und Geburt
Die Paarungszeit bei Boas liegt in den Monaten von Ende November bis Ende April. Sie beginnen mit der Paarung nach dem die Temperatur wieder angehoben worden ist. Die Paarung selber dauert zwischen 20 Minuten und mehreren Stunden, es ist immer wieder ein Erlebnis diesen Vorgang zu sehen. Die Zeit zwischen Paarung und Geburt kann man ohne Tierarzt nicht genau festlegen, weil die Weibchen das Sperma der Männchen speichern können und dieses nach verlangen benutzen. Die Boaweibchen gebären die kleinen Boas lebend, denn die Familie der Boas ist komplett lebend gebärend.

Aufzucht der Jungschlangen
Die Jungschlangen zieht man am besten einzeln auf, denn dieses verringert Stress untereinander und fördert die Futteraufnahme. Nach ca. 7-14 Tagen häuten sich die kleinen Boas und nehmen ab da an, ihr erstes Futter auf. Nach dem die Boas Futterfest sind kann man sie wieder zusammensetzten, denn sie sind dann schon aus dem gröbsten raus. Unter den Schlüpflingen gibt es natürlich welche die nicht fressen wollen, da muss man nach einiger Zeit in Erwägung ziehen sie von einem erfahrenen Halter zwangsernähren zu lassen. Teilweise sind die jungen Boas noch recht aggressiv aber durch Händeln bekommt man sie schnell ruhig, ab da an sollten im Umgang mit den Tieren keine Probleme mehr auftreten z.B. das sie einem ohne zu zögern in die Hand beißen.

Der Pfeilgiftfrosch

ZumTier
Der Gelbgebänderter Pfeilgiftfrosch (Dendrobates leucomelas) ist mit einer Größe von 3-3,5 cm einer der etwas kleineren Vertreter der Pfeilgiftfrösche. Sein Verbreitungsgebiet ist der tropische Regenwald Venezuelas. Diesen Frosch gibt es in verschiedenen Farben die je nach Verbreitungsgebiet variiert, das Farbspektrum reicht von gelb gebändert über gelb-orange gebändert oder grünlich gebändert auf schwarzer Grundfarbe. Er ist ein recht robuster Frosch der Dendrobatenfamilie. Herkunftsnachweis zum Ausdrucken als PDF-Datei

Wichtige Fragen zur Anschaffung
Kann ich die Tiere ordnungsgemäß halten?
Bekomme ich genügend Futter?
Wer kümmert sich um die Tiere im Urlaub?
Kann ich mich damit auseinandersetzen lebende Futterinsekten zu verfüttern?


Das Terrarium
Das Terrarium sollte eine Grundmaße von 50cm x 50cm x 50cm (BxTxH) haben, für eine Gruppe von 3 Tieren die aus 1.2 besteht. Als Bodengrund eignet sich ein Humus-Sand Gemisch oder Original Waldboden aus einem Laubbaumwald. Einige breitere Kletteräste sollte man auch einbringen, da sie auch sehr gut klettern können. Als Rückwand eignet sich Presskork, Kokosfasermatten, Xaxim oder eine Eigenkonstruktion aus Styropor, PU-Schaum mit einer Oberflächenbeschichtung aus Fliesenkleber oder Epoxydharz. Die Bepflanzung ist mit Echtpflanzen am natürlichsten, aber wenn sie aus dem Baumarkt stammen müssen sie für 4-6 Wochen aufbereitet werden und zwei bis dreimal in der Woche abgeduscht werden. Wegen der vom Pflanzenhandel benutzten Pestiziden, wenn nicht kann das zum tot der Tiere führen. Eine Wasserschale und Höhle darf nicht fehlen, da sie sich sonst nicht verstecken oder baden können.

Nahrung
Die Pfeilgiftfrösche fressen überwiegend kleines Futter, dieses bedeutet Mikro-Heimchen und Fruchtfliegen in den beiden Größen. Bei jedem Füttern müssen die Futtertiere mit einem Vitamin und Kalziumpräparat bestäubt werden. Ohne diese Präparate entstehen Mangelerscheinungen, bei Kalziummagel weichen die Knochen auf und diese Erscheinung ist im Fortgeschrittenen Stadium meistens tödlich.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Die Raumtemperatur sollte zwischen 26°C und 28°C liegen, nachts sollten die Temperaturen nicht 20°C fallen. Die Temperatur erreicht man mit einer 60-75W Wärmelampe, zusätzlich muss eine UV-Lampe das Terrarium beleuchten, da die Frösche tagaktiv sind und sonst das Calcium nicht verarbeitet werden können. Die Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 80 und 100%, wobei man 100% nicht über einen längeren Zeitraum halten kann, man soll aber auch nicht ständig sprühen da Dauernässe nicht gut für die Tiere ist.

Zucht und Aufzucht der Jungtiere
noch keine Erfahrungen
schaut euch im Internet um (aber schaut euch mehrere Artikel an und vergleicht sie).


Die Spitzkopfnatter

Zum Tier
Die Spitzkopfnatter (Gonyosoma oxycephalum) ist eine der schönsten Baumlebenden Nattern, ihre Färbung ist von smaragdgrün bis gräulich gefärbt nur der Schwanz ist fast immer braun. Die Spitzkopfnatter ist eine sehr große Schlange, die Weibchen erreichen eine Länge von 160cm bis max. 250cm, die Männchen sind schmächtiger und mit einer Durchschnittslänge von 150cm etwas kleiner. Ihr Ruf ist nicht der Beste, sie sind als heikeler und aggressiver Pflegling verschrienen. Dazu meist noch ein Futterspezialist.

Wichtige Fragen zur Anschaffung
Kann ich das Tier ordnungsgemäß halten?
Kann ich dem Tier die nötige Ruhe bieten?
Bekomme ich immer das richtige und benötigte Futter?
Wer kümmert sich im Urlaub um das Tier?
Kann ich mich damit auseinander setzen, lebende und tote Futtertiere zu verfüttern?


Das Terrarium
Das Terrarium sollte ein Mindestmaß von 120cm x 50cm x 100cm haben, umso größer- umso besser für das Tier. Die Ketteräste sollen verschiedene Stärken haben, von 2,5cm bis 7cm, damit die Schlange sich ihr Ruheplatz frei wählen kann. Dazu sollte das Terrarium dicht mit Kunst oder Echtpflanzen bestückt werden worin sich die Tiere dann verstecken können. Natürlich sind Kunstpflanzen stabiler als Echtpflanzen erhöhen aber nicht die Luftfeuchtigkeit. Hohle Baumstämme oder große Korkröhren dienen als zusätzliche Versteckmöglichkeiten. Die Höhlen werden in mittlerer Höhe im Terrarium angebracht.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Die Tagestemperatur soll zwischen 24°C-28°C liegen, wobei es unter dem Heizstrahler 34°C sein sollte. Nachts ist eine Temperatur unter 20°C nicht zu empfehlen, da dies kann durch die hohe Luftfeuchtigkeit zu Erkrankung der Atemwege führen u.s.w. Die Temperatur erreicht man mit einer 75W- 100W Lampe in der einen Ecke und in der anderen Ecke bringt man eine 40W- 60W Lampe an, dieses reicht völlig aus.
Die Luftfeuchtigkeit spielt bei diesen Regenwaldbewohnern eine große Rolle, darum soll sie zwischen 75-85% liegen, man kann sich aber Abhilfe schaffen in dem man Moos in eine der Höhlen platziert.


Nahrung
Die Spitzkopfnatter wird in Gefangenschaft nur schwer an Nagetiere ran gehen, weil sie in der Natur überwiegend Vögel oder auf den Bäumen lebende Säugetiere frisst.
Nach langer Haltung in Gefangenschaft fressen sie irgendwann auch Nagetiere. Dann ist die Versorgung mit Futter weniger ein Problem, denn es ist einfacher an Nagetiere zukommen als günstig an lebende Vögel


Zucht
Die Zuchtzeit beginnt anfang Dezember und endet meistens ende März, wobei sich einige Vertreter auch das ganze Jahr über paaren. Ich kann zu Vorbereitung nicht viel sagen, ich nur soviel das man die Temperaturen etwas senken soll und Luftfeuchtigkeit anheben.
Wenn dann der richtig Zeitpunkt da ist werden sie sich paaren, dieses kann mehrere Stunden dauern. Nach erfolgreicher Verpaarung legen die Weibchen nach ca. 100 Tagen 4-8 Eier, die etwa so groß sind wie etwa zwei Tischtennisbälle.
Inkubation der Eier
Die Eier werden nach den legen in einen Inkubator getan, um sie dann bei 27,5°C bis 28,5°C, 100 Tage lang auszubrüten. Der ganze Vorgang dauert also rund 200 Tage.


Aufzucht der Jungschlangen
Die geschlüpften Schlangen sind bereits 40cm bis 50cm lang, sehr agil und quicklebendig.
Sie sind nicht sehr aggressiv nur wenn man sie zu feste packt beißen sie zu, dieses kann dann leicht bluten. Nach etwa 7-12 Tagen häuten sich die Tiere das erste Mal, ab da annehmen sie ihre erste Nahung auf. Zu diesem Zeitpunkt kann man sie an Mäuse gewöhnen, denn die jungen Spitzkopfnattern fressen bereits Springer-Mäuse. Sie werden bei den gleichen Klimabedingungen gehalten wie die Alttiere.


Die Kornnatter

Zum Tier
Die Kornnatter (Pantherophis guttatus) ist eine sehr beliebte Schlange, denn sie ist sehr umgänglich. Normalerweise sind diese Nattern nicht aggressiv, nur Jungschlangen können ein wenig aggressiv oder leicht reizbar sein. Allerdings sind sie nicht so ruhig wie Boas oder Pythons. Die Kornnatter gibt es in weit über 40 verschiedenen Farb und Zeichnungsvarianten. Die Tiere werden zwischen 110- 160cm lang, bei einem Körperdurchmesser von 2,5-4 cm wobei die Weibchen die größeren sind. Kornnattern werden ca. 20 Jahre alt, dieses bedeutet eine lange Pflegezeit.

Wichtige Fragen zur Anschaffung
Kann ich die Tiere ordnungsgemäß halten?
Bekomme ich genügend Futter?
Wer kümmert sich um die Tiere im Urlaub?
Kann ich mich damit auseinandersetzen tote oder lebende Nagetiere zu verfüttern?


Das Terrarium
Das Terrarium sollte für ein adultes Pärchen eine Breite von 80cm, eine Tiefe von 50cm und eine Höhe von mind. 60cm haben. Dabei kann man frei wählen ob man sich ein Glasterrarium kauft oder sich ein Terrarium aus Holz baut, da eignet sich am besten OSB (Orient-Strand-Bord), Spanplatten kann man auch benutzen müssen aber noch Versiegelt werden. Um kosten zu sparen empfehle ich zu Holz, denn Holz speichert besser die Wärme und man muss nicht so starke Lampen installieren. Als Dekoration eignen sich am besten Kunstpflanzen, weil lebende Pflanzen durch die aktiven Nattern schnell zerstört werden und man hat weniger Probleme mit Parasiten. Eine Höhle und Wasser/Badeschale sollte den Tieren auch geboten werden die man einfach flach auf den Boden legt. Zum klettern eignet sich allerart Gehölz.

Nahrung
Junge Schlangen fressen Babymäuse die man meistens nur gefroren bekommt. Danach passt man das Futter der Schlange an, wobei das Futter so oft variiert werden sollte wie es möglich ist. Denn z. B. Ratten enthalten mehr Vitamine als Mäuse, außer man bereitet das Futtertier noch zuhause zwei Tage auf mit frischem Futter.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Die Raumtemperaturen sollten von 20°C- 27°C reichen und unter dem Sonnenplatz 35°C, dass ist in der Regel völlig ausreichend. Die Wärme erreicht man besten mit einer Halogenlampe 50W in einer der Ecken und in der anderen Ecke reicht dann eine 40W Wärmelampe, bei einer Terrariengröße von 80x50x80cm BxTxH.
Die Luftfeuchtigkeit sollte bei etwa 60-70% liegen, da reicht einmal sprühen am Tag. Nur während der Häutung sollte man die Feuchtigkeit anheben, auf 70-80% oder man behilft sich mit einer Feuchtbox.


Winterruhe und Zucht
Um diese Schlangen zu Züchten braucht es nicht viel, meistens nur eine Winterruhe manchmal auch nicht. Für die Schlangen selber ist es nicht verkehrt eine Winterruhe zu halten, denn eine Winterruhe sorgt besonders im Frühjahr zu erhöhten Hormone Bildungen. Man beginnt mit der Ruhephase Anfang Dezember und beendet sie ca. ende Januar, wobei die Schlange es meistens selber regelt. Die Tiere sollten ca. 2,5-3 Wochen vor beginn der Ruhephase keine Nahrung mehr angeboten bekommen und nach der Winterruhe nicht direkt wieder gefüttert werden. Denn der Systemhaushalt muss sich erst normalisieren. Im Frühjahr nach der Ruhephase beginnen die Paarungsaktivitäten, nach ca. 8 Wochen +/- ein paar Wochen, bei erfolgreicher Paarung legen die Weibchen 10-30 Eier und dass auch zweimal in der Saison. Man kann den Zeitpunkt nach erfolgreicher Verpaarung nicht genau sagen, weil die Weibchen das Sperma speichern können. Nach Ablage der Eier dauert es bei 27,5 °C Inkubationstemperatur nochmals 11 Wochen bis man sich an den Jungtieren erfreuen darf.

Aufzucht der Jungtiere
Die Jungschlangen sind beim Schlupf etwa 22-25cm lang, noch sehr schnell reizbar und aggressiv. I. d. R. verweigern die Schlangen in der ersten Woche das Futter, da sie sich noch vom Dotter ernähren. Normalerweise nehmen die Jungtiere das Futter problemlos auf, nur vereinzelt kommt es zu Komplikationen, wobei man sich nicht unbedingt sorgen machen muss, erst nach 3 Wochen sollte man sich Gedanken machen und sie gegebenenfalls durch einen erfahrenen Schlangenhalter zwangsernähren. Wenn sie einmal fressen machen diese Schlangen keine Probleme mehr. Am einfachsten ist Einzelaufzucht, da man genau aufschreiben kann wie oft sie gefressen und sich gehäutet hat.